Ruedi Sommer
Über mich

Kurz und prägnant

 

13.09.1943

geboren in Oberdiessbach. BE

1950-1959

Primar- und Sekundarschule in Oberdiessbach

1959

Verkehrsschule im Institut "Humboldtianum" in Bern

1960-1963

Lehre als Stationsbeamter bei der SBB (damals Kreis II)

1963-1970

SBB Kreis II in diversen Positionen

1963

Infanteri-RS Bern

1970-1977

BBC Brown, Boveri & Cie AG Baden, Speditionsabteilung

1970

Heirat

1972

Geburt der ersten Tochter, Sandra

1975

Geburt der zweiten Tochter, Karin

1977-1982

Kühne & Nagel AG Zürich und Embrach-Embraport

1982-1989

Panalpina Basel, Zürich und Kloten

1989-2001

ABB Schweiz AG Baden-Dättwil Speditionsabteilung

2001-2008

Central Station AG Basel, Niederlassungen Zürich, Schieren und Spreitenbach

seit 2008

pensioniert

Ab 2010

Mitglied Piratenpartei Schweiz

2011-2014

Vizepräsident Aargauer Piratenpartei

2013

Mitglied im Initiativkomitee "WEG MIT DEM TANZVERBOT"

2015

Gründung der Piratenpartei Siggenthal, ich bin Präsident

2015

Kandidat bei der Ersatzwahl in den Gemeinderat Obersiggenthal (hat aber nicht geklappt...)

2017

 

ab 2. April 2017 Präsident der Piratenpartei Aargau

 


Die Details:

Seit dem 1. April 1970 wohne ich in Nussbaumen bei Baden im Aargau, bin seit dem 1. Mai 1970 verheiratet und habe 2 erwachsene Töchter.

Politisch aktiv bin ich seit etwa Dezember 2010, seit meinem Beitritt zur  Piratenpartei Aargau.

Auch im Initiativkomittee "WEG MIT DEM TANZVERBOT" war ich dabei.

Zusätzlich bin ich Mitglied der Piratenpartei Schweiz.

 

In meiner beruflichen Tätigkeit bin ich viel ungterwegs gewesen. Als junger Stationsbeamter bei den SBB wurde ich als sog. "Ferienablöser" oder "Krankenersatz" auf diversen Bahnhöfen und Stationen zwischen Basel und Chiasso eingesetzt. Diese Karriere beendete ich als Rechnungsführer bei der Güterverwaltung in Basel SBB im Frühjahr 1970.

1963 habe ich die Frühjahrs-RS als Füsilier hinter mich gebracht. Als SBB-Beamter war es mir nicht möglich, im Militär eine höhere Karriere zu absolvieren - dafür war ich dann von der SBB beim "bewaffneten Bahnhofschutz". In der Rekrutenschule wurde mir ein Sturmgewehr anvertraut. Als "bewaffneter Bahhofschützer" kriegte ich dann einen Karabiner. Nun ja, wenigstens kein Langgewehr mehr....

Als Import-Disponent für fremdsprachige Länder habe ich ab 1970 bei der BBC in Baden meine ersten Erfahrungen in der Privatwirtschaft gesammelt. Dabei wechselte ich gleich die Seiten: vom Anbieter zum Kunden. Hier durfte ich auch meine ersten Reisen ins Ausland unternehmen und wurde als Vertreter der Firma in die "Schweizerische Vereinigung für Transportbenützere" (heute "Swiss Shippers' Council") delegiert. In diese Zeit fiel auch die erste grosse Diskussion über eine Gesamtverkehrskonzeption in der Schweiz. Mitgearbeitet habe ich daran als kleiner Datensammler - ich durfte die fast leintuchgrossen Blätter mit mühsam zusammengesuchten und handschriftlich eingetragenen Daten der Import- und Exportsendungen der BBC monatlich an die SBB liefern. Ich fand das nicht sehr lustig. Tätschmeister für das ganze Projet war damals ein gewisser Herr Fanz Jäger. Der ist heute emeritierter Professor.

Darüberhinaus machte ich auch erste Erfahrungen bei Abklärungen für Schwertransporte im Maghreb und an der Piratenküste. Aber deshalb bin ich nicht Pirat geworden. Auch die paar Stunden, die ich wegen Verdachts auf Spionage in einem Gefängnis in der Kabylei absitzen musste, haben mich nicht in die Arme der Piraten getrieben (den Spionageverdacht konnte ich übrigens schnell enthärten, ich wurde deshalb nach ein paar Stunden wieder frei gelassen).

Meine nächste berufliche Station brachte wieder einen Wechsel vom Kunden zum Lieferanten. Ich wechselte zu einem internationalen Spediteur, der Firma Kühne & Nagel AG  Schweiz. Der Schweizer Hauptsitz war damals in Zürich, später in Embrach-Embraport. Bei BBC musste ich für die Firma Geld sparen, jetzt musste ich für die Firma Geld verdienen. Bei dieser Firma habe ich zusätzlich zu der Organisation von Transporten in den Nahen- und Mittleren Osten und der Verantwortung für die transsibirischen Container-Verkehre auch die Interessen ausländischer Reederien in der Schweiz vertreten. Das hat mich auch nicht zum Piraten werden lassen.

1982, nach einer Umstrukturierung bei K&N wechselte ich zu einem anderen internationalen Speditionskonzern. Die Firma Panalpina Welttransport AG an der Reinacherstrasse in Basel war damals eine direkt dem Hauptquartier von 
Panalpina Binningen (heute in Basel) unterstellt und organisierte für die ganze Panalpina-Gruppe und andere Spediteure Güterverkehre im Transit duch die damalige UdSSR nach Fernost und dem Mittleren Osten. Eine sehr interessante Arbeit, die aber auch mit teilweise anstrengenden Reisen verbunden war.
Später übernahm ich bei Panalpina in Zürich, später in Kloten, die Leitung der Messeabteilung. Die Organisation von Ausstellungsgütern diverser Schweizer Firmen an Messen in der Türkei, Ägypten, Teheran, Baghdad, Algerien, Moskau und den USA waren Teil meines Aufgabengebietes - immer verbunden mit persönlichem Einsazt auf der Messe. 1986 durfte ich auch mit Kollegen von Panalpina Hamburg eine "Deutsche Wirtschaftsausstellung" in 
Yaoundé begleiten. Ich erinnere mich noch gut daran. Kaum In Douala im Hotel angekommen, sah ich im Fernsehen eine Reportage über den Rheinhafen von Basel. Am Telefon sagte mir meine Frau, dass da etwas furchtbares passiert sei - es war der 1. November 1986 - der Tag, an dem die Schweiz den Atem anhielt.
Sechs Wochen in Kamerun, bei durchschnittlich plus dreissig Grad - danach eine Woche nach Hause, anschliessend nach Moskau, wo es auch dreissig Grad war. Allerdings unter dem Gefrierpunkt! 

Nun, das Messegeschäft lief ziemlich harzig und auch sonst war die Konjunktur nicht mehr wie in der ersten Hälfte der 1970er Jahre. Ich wechselte also wieder vom Dienstleister zum Auftraggeber und übernahm 1989 die Leitung der Speditionsabteilung in einer Division der 
ABB in Dättwil. Es war knapp ein Jahr her, als sich BBC Brown, Boveri & Cie. AG aus der Schweiz und ASEA aus Schweden zu ABB zusammen schlossen. Alles war noch ziemlich im Umbruch. Die diversen Geschäftsbereiche wurden Divisionen, später zu eigenständigen Firmen. Ich lebte definitiv in interessanten Zeiten. Wieder hatte ich das Glück, eine interessante Aufgabe übernehmen zu können. 19 Jahre nach meinem Abgang bei BBC traf ich nun wieder "alte Bekannte".

ABB entschloss sich 1996, 
SAP R/3 einzuführen - und das nicht nur in der Finanzabteilung, sondern auch in der Fabrik, in der Bestellabwicklung, im Einkauf - kurz total, komplett, vollständig. Das gab mir die grosse Chance, etwas ganz anderes zu lernen. Zwar war ich seit meinem Weggang bei K&N schon an Computern interessiert. Dank einem damaligen Stift (heute sind das Auszubildenden, oder Lernkräfte, oder Lernpersonen u. dgl.) der mich überredete, einen elektronischen Taschenrechner zu kaufen, und zwar einen HP41CV der mit der umgekehrten polnischen Notation (RPN) funktionierte (einige Bekannte behaupteten "das ist kein Kalkulator, das ist ein Komplikator"). Danach mit dem ersten richtigen Laptop, dem HP Portable, und, und, und...
Aber SAP? Es war anstrengend, fordernd - aber sehr interessant. Mein Bekanntenkreis erweiterte sich schlagartig.


Ich engagierte mich auch wieder im SSC, setzte mich dort für einen Auftritt im Internet ein - das war damals ziemlich neu. Anlässlich eines von mir geleiteten Seefrachtseminars in Rotterdam "weihte" ich die erste elektronische, auf dem Internet publizierte Abfahrtsliste ein. Eine "Abfahrtsliste" ist eine Liste aller Schiffsabfahrten und Ankünfte in einem Hafen. Diese Listen wurden damals periodisch publiziert. In Deutschen Häfen von Interessenverbänden, in Rotterdeam vom 
Nieuwsblad Transport. Die Abfahrtslisten waren deshalb auch nie wirklich aktuell. Das Nieuwsblad Transport hat meine Idee aufgegriffen und damit begonnen, diese Listen auf dem Internet zu publizieren. Heute hat jede Reederei eine Abfahrtsliste auf dem Internet, die Häfen teilweise auch noch, und sogar Medienportale publizieren weiter. Allerdings in sehr unterschiedlichem Ausmass.

Bis jetzt war ich entweder Dienstleister oder Auftraggeber von Dienstleistern. Interessant wäre doch eigentlich, beides zu sein. Da kam mir das neue Konzept eines 
4PL gerade recht. Ein Bekannter gründete eine Firma, zu der ich kurz nach Gründung wechselte.

Als Leiter der Niederlassung Zürich konnte ich meine im Laufe der Zeit erworbenen Kenntnisse für unsere Kunden aus der Apparate- und Maschinenindustrie sehr gut anwenden. Diese Aufgabe war sehr anspruchsvoll. Neue Kunden kamen dazu und wir eröffneten bald eine Zweigstelle in Schlieren und Spreitenbach.

Spreitenbach war mein letzter Arbeitsort, da liess ich mich pensionieren. Jetzt kann ich mich endlich um die Politik kümmern.


Rudolf Sommer Flurstrasse 6 5415 Nussbaumen +41 79 774 56 82
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